Ein überaus liebliches und facettenreiches Stück Thurweg finden Sie auf der Strecke Nesslau - Stein - Alt St. Johann. Dieses Teilstück beginnt beim Bahnhof Nesslau.
Erst führt Sie der Weg ein Stück durch's Dorf Nesslau, dann zweigen Sie rechts ab Richtung Laad. Nach wenigen hundert Metern, vor der Laaderbrücke biegen Sie links in den Kiesweg ein, und entlang dem Wasser kommen Sie zu einem weiteren kleinen Kraftwerk, bei den Giessenfällen. Eine Treppe führt über dem brodelnden Wasser hoch, ein Blick in das wilde Bachbett lässt erahnen, warum gerade hier die Vorfahren das Wasser nutzen wollten. Bald erreichen Sie über Wiesen die Hauptstrasse Richtung Wildhaus - aber keine Bange, der Wanderweg führt Sie gefahrlos am Restaurant vorbei und weicht immer mehr von der Strasse ab. Ein kurzes Stück hinunter zum Tobel und Sie überqueren auf einem schmalen Steg einmal mehr die Thur. Wild romantisch präsentiert sich der Flusslauf, feuchtigkeitsliebende Pflanzen und Blumen können hier ungestört wachsen und blühen.
So wie es in's Tobel hinuntergeht, muss man das Aufsteigen auch wieder unter die Füsse nehmen, aber danach erwartet Sie ein ganz besonders hübsches Stück Weg. Erst führt es durch Wald und sumpfige Rieter talaufwärts. Immer mal wieder entdecken Sie in einer Waldlichtung die sieben Churfirsten. Auf weiten Strecken ist der Weg eingesäumt mit alten Mäuerchen aus grösseren und kleineren Steinbrocken. Früher ein bewährtes Material, an Stelle von Zäunen, eine feste Grenze von Weideinzäumungen und Besitzesgrenzen zu bauen. Diese alten Mäuerchen beherbergen eine grosse Anzahl kleiner Tiere, wie Eidechsen, Vögel und jede Menge Insekten. Lassen Sie sich Zeit, vielleicht sehen Sie eine Feldmaus oder sogar ein Wiesel davonhuschen! Links von Ihnen rauscht unentwegt die Thur talabwärts, Sie gehen an der neu erstellten Abwasseranlage vorbei, können kurz darauf ein altes Steinbrücklein bewundern, das seinen Bogen über den Bach spannt. Kurz vor dem Dorf Stein lädt ein schöner Rastplatz auf einem Inseli mitten in der Thur zum Verweilen ein. Im Dorfzentrum überqueren Sie die Hauptstrasse und wandern an der Turnhalle vorbei, hinauf über einen Hügel und wieder hinunter zur Thur. Den Steinbruch, an der markanten, schmalen Stelle, über der übrigens in alter Zeit einmal eine Burg stand, verlassen Sie sofort wieder und gehen links hinunter, dem sonnenseitigen Hang entlang, Richtung Starkenbach. Auf dem weiteren flachen Weg nach Alt St. Johann begegnen Sie einer Feuerstelle, einem alten Wasserrad, und viele braungebrannte Bauernhäuser säumen den Weg. In Alt St. Johann lohnt es sich, die ehemalige Klosterkirche mit dem interessanten Kräutergarten zu besuchen, bevor Sie sich vom Postauto wieder nach Nesslau kutschieren lassen. Tipp: Selbstvertändlich kann die Strecke auch in entgegengesetzter Richtung gewandert werden.
Schwierigkeitsgrad:
Routenverlauf:
- Nesslau
- Germen
- Stein
- Starkenbach
- Alt St. Johann
Länge der Tour: 10 km
Tourcharakter:
Höhenmeter: 100 m
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